Mit den Tags ‘Summer Session’ versehene Einträge
Von Nico
Ja, heute war der letzte richtige Berkeley-Tag…und wir beide hatten unsere Final Exams. Morgens um 10 war ich dran, Anita dann nachmittags um 16 Uhr. Und irgendwie ist man einerseits erleichtert, auch diese Herausforderung gemeistert zu haben, andererseits ist es echt schade, dass es nun schon vorbei ist.
So gerade hatte man das Gefühl, trotz teurer Summer Session-Gebühren, fast schon ein echter Berkeley-Student mit Vollstipendium und allem drum und dran zu sein. Gerade hatte ich mich an den Rhythmus jede Woche gewöhnt, zwei mal (!) Badminton unter lauter Asian-Americans spielen zu gehen. Die BART- und AC-Transit-Stationen in Gedanken mitzusprechen („Bancroft Way/Telegraph Avenue – UC Berkeley“).
Und so gerade hatte man den Campus einigermaßen überblickt, mit all den imposanten Gebäuden, hinter denen sich all die berühmten Köpfe aus der Wissenschaft tummeln. Berkeley hat etwas Magisches an sich, man spürt, dass hier große Schritte gemacht werden und die Weltöffentlichkeit dabei ist. Jeden Tag treffen hier Studenten, Profs und Touristen auf dem riesigen Gelände aufeinander.
Berkeley wird uns beiden immer in Erinnerung bleiben, als ein ganz besonderer, vielleicht der beste Ort, an dem man studieren kann. Das kann man so sagen, ohne zu übertreiben! Weil wir bisher nur wenige Fotos vom Campus gepostet haben, hier noch ein paar mehr! Damit kann man vielleicht ein bisschen nachvollziehen, wie sehr wir Berkeley lieben gelernt haben.
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Von Anita

Anita vor einer der vielen Bibliotheken auf dem Campus Berkeley
Ich weiß noch wie ich vor 2 Jahren das erste Mal auf dem Berkeley Campus stand und dachte: „Hier zu studieren, das wärs!“ Und dann dachte ich: „Vergiss es, das kannst du nicht bezahlen…“ Und heute, 2 Jahre später, ist mein erster Tag an der Uni Berkeley. Einfach unglaublich, wie sich manche Träume, die unerreichbar scheinen, erfüllen. Und was für ein Gefühl das ist, seinen Traum zu leben. Und ihn noch besser, noch intensiver zu erleben, als man sich das je vorgestellt hätte.
So sind wir heute morgen einfach mit dem Auto zur Uni gefahren und konnten ganz nah bei der Uni auf einem F-Parkplatz parken, ohne zu bezahlen. Was für ein Luxus! (Sogar Berkeley-Students nehmen den Bus, weil Parken so teuer ist.)

Blick auf The Companile, den Campusturm
Den ersten Kurs hatten Nico und ich gemeinsam. Wir haben gleich 2 Französinnen kennengelernt, eine aus Straßburg und eine aus Bordeaux. Danach hab ich meine Cal ID-Card bekommen. Yeah, nun bin ich ein richtiger Berkeley-Student und kann all die Vorzüge nutzen. Z.B. Bus-Transit nach San Francisco, W-Lan auf dem ganzen Campus, das Sportzentrum benutzen, etc…
In meinem zweiten Kurs hab ich auch direkt Anschluss bei einer lieben Berkeleystudentin gefunden. Sie hat mir erzählt, dass der Professor meines Kurses „Democracy and its Alternatives“ richtig gut sei. Und tatsächlich ist der Kurs so gut, dass die zwei Stunden von 16 bis 18 Uhr wie im Flug vergingen.

We are the Builders of Berkeley!
Und zum Abschluss gab es noch ein Meeting der International Students im Alumni House. Hier wurden wir in den Cal-Gruß „Go Bears“ eingewiesen und ein Polizeioffizier wies uns an, wie wir am besten unsere Taschen tragen, dass sie uns nicht geklaut werden. Natürlich gab’s noch jede Menge weitere Infos. Eine davon war, dass wir jetzt auf Lebenszeit Berkeley Alumnis sind und von diesem riesigen Netzwerk mit über 400.000 Mitgliedern profitieren können!
Um 21 Uhr waren wir zu Hause, schnell noch ein paar Texte lesen und dann bin ich auch schon erschöpft aber überglücklich über meinen Texten eingeschlafen.
P.S.: Ich kann schon mal sagen, dass die hügeligen Wege auf dem Campus nicht für Absatzschuhe geeignet sind. Meine Füße tun mir echt weh. Kein Wunder, dass hier alle in Flip Flops rumlaufen.
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Von Nico
Gestern war es dann endlich soweit: Um 13 Uhr traf sich ein kleines Grüppchen deutscher Summer Session-Teilnehmer vor der Mensa Crossroads in der Bowditch Street in Berkeley. Wir hatten den Treffpunkt und die Uhrzeit vorher über Facebook ausgemacht und es waren tatsächlich mehr da, als man erwartet hatte. Am Anfang wusste keiner so recht, wohin man nun gehen könnte. Aber das Wetter war natürlich super schön und die meisten zog es nach San Francisco. Zusammen sind wir dann alle zur BART-Station nach Downtown Berkeley gelaufen und von dort aus zur Station Embarcadero gefahren. Besonders Pauline aus Berlin war von der Stadt direkt total angefixt, es war schließlich ihr erster Besuch. Aber SF ist für jeden jedes Mal ein Highlight!
Auf dem kurzen Stück Richtung Ferry Building war ein kleiner Markt, ein Solo-Drummer mitten auf der Straße und viele viele Menschen. Zwischen all diesen liefen wir in 2er- und 3er-Pärchen Richtung Pier 39 und lernten so die anderen besser kennen. Für Pauline ist Berkeley nur der Auftakt zu einem Auslandssemester in Santa Barbara, Max machte bereits seit 2 Wochen als Nicht-BWLer einen Einführungskurs in Wirtschaftslehre, Melanie aus Zürich ist zwischen fertigem Bachelor und beginnendem Master und will einfach nur ihr Englisch verbessern und auch die 3 anderen studieren jeder etwas anderes. Kurz gesagt: Wir waren ein ziemlich bunter Haufen, aber wir hatten alle etwas gemeinsam: unser Summer Session-Studium in Berkeley!
Am Pier 39 war es wegen des Feiertags (Independence Day) und dem lautstarken Auftritt einer Cover-Band richtig voll und die Stimmung einfach nur total positiv. Anita find sofort an die Hüften zu schwingen
Weil Anita und ich um 6 bei meiner Mom mit all unseren Bekannten vor Ort eingeladen waren, mussten wir uns leider um kurz nach 16 Uhr von den anderen, die sich mit dem Bus in Richtung Sausalito aufmachten, verabschieden.

Iced Caramel Macchiato
Wir sind dann die gleiche Strecke zurück zur BART-Station gelaufen, da wir noch etwas Zeit hatten und Anita plötzlich ein Verlangen nach unserem – fast schon – Standard-USA-Getränk Iced Caramel Macchiato hatte, sind wir noch schnell in einen Starbucks eingebogen.
In der Schlange fand ein Afro-American an Anitas Kleid so sehr Gefallen, dass er sie gleich darauf ansprach und wissen wollte, woher sie es nur hatte. So kamen wir ins Gespräch mit Roert, der exzellente Kenntisse über Köln, die Sprooch und das Bier hatte. Nicht nur, dass er verdammt viel darüber wusste, er sprach auch noch relativ gut Deutsch. Das krasse war: Er war noch nie dort gewesen, hatte sich also alles angelesen, maximal einen Deutschkurs oder so besucht. Irgendwie konnten wir nicht glauben, dass er noch nicht mal wenigstens in Deutschland gewesen sein muss. Er lud uns noch auf eine Bank in der Sonne ein, mampfte vergnügt seine Chips-Tüte leer und fragte uns alles mögliche über Köln. Er war besonders an der kölschen Sprache interessiert, Anita sang ihm dann
Drink doch eine met,
stell dich nit esu ahn!
Du steihst he de janze Zick eröm
Häs de och kei Jeld, dat is janz ejal
Drink doch met un kümmer dich nit dröm.
von den Bläck Fööss. Danach war er ziemlich happy und guckte in etwa so
. Er würde sicherlich einen vorbildlichen Imi in Köln abgeben.
Beim Essen am Abend haben wir dann die Großeltern, Bob, die 2 deutschen Freundinnen Thea und Ingeborg und Ray (unser Yosemite-Guide) und seinen Sohn Skyler wiedergetroffen. Es gab viel leckeres, ein Mix aus deutscher, mexikanischer und mediterraner Küche. Yummy! Danach war ich platt und bin in unserem Berkeley-Haus eingeschlafen.
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Von Anita
Eigentlich haben wir das Summer Session-Büro nur aufgesucht, um zu fragen, wann die Kurszeiten von meinem Conflict Studies-Kurs sind. Hatte ja keine Ahnung, dass das in so einem Aufwand enden würde. Erst wurde ich zum College Writing-Department geschickt, um zu fragen, ob es okay ist, wenn ich eine Woche nicht zum Kurs gehen kann. Aber denen ist es nicht egal. Also musste ich zum „Conflict Studies“-Büro. Aber die hatten selbst keine Ahnung, wann der Kurs sein wird, weil es sich um eine Dozentin von außerhalb handelt. Also bin ich wieder zurück zum Summer Session-Büro und mir überlegen, welchen Kurs ich jetzt wechsle. Da ich über den Conflict Studies-Kurs keine Infos hatte, hab ich den erst mal rausgekickt. Und zu meinem Sprachkurs einen Soziologiekurs mit Politik hinzugenommen.
Aber das sollte nicht der einzige Wechsel bleiben. Am nächsten Tag hab ich mir überlegt den Sprachkurs rauszuschmeißen und einen Politikkurs über Demokratie und die Alternativen hinzuzunehmen. Außerdem kickte ich den Soziologiekurs wieder raus und ersetzte ihn durch den „American Media and Global Politics“-Kurs. Die Lady im Summer Session-Büro Avy Jetter ist so lieb und geduldig. Sie vereinfachte die Kurssuche um einiges. Ob das meine letzte Änderung bleibt, ist abzuwarten. Lasst euch überraschen.
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Von Nico
Morgens in Köln mit Lufthansa los und am gleichen Tag abends in San Francisco mit Air Canada da. Es ist wirklich perfekt gelaufen, sogar das Essen an Bord war super lecker: z.B. Pesto-Nudelsalat und Karamelleiscreme. Nur bei unserem Zwischenstopp in Calgary mussten wir uns etwas beeilen. Die USA und Kanada haben wohl ein Abkommen, dass man schon auf kanadischem Boden die Visa-Formalitäten erledigen kann/muss. Unsere Maschine aus London hatte etwa eine halbe Stunde Verspätung, sodass wir in Calgary nicht mal aufs Klo konnten…Aber alle waren sehr freundlich und haben uns so schnell wie möglich durch den ganzen Prozess geleitet. Wir haben es noch in die Maschine nach San Francisco geschafft, im Gegensatz zu einem anderen Passagier, der wohl zu spät am Check-In ankam.

Anita und ich am Emery Cove Yacht Harbor, dahinter die Bay
Am Abend der Ankunft bei meiner Mom&Bob in Emeryville gab es erst mal ein Curry à la Riksheim (Familienname von Bob), das schmeckte himmlich und tat nach der langen Reise einfach nur gut. Danach fielen uns recht bald die Augen zu, zum Glück war das Bettchen schon gemacht
Es ist also perfekt, wenn man abends ankommt. Dann nämlich kann man am nächsten Tag mega entspannt und überfit um 6:30 Uhr aufstehen und den Tag begrüßen. Oder einfach noch ein bisschen im Bett rumlümmeln…

Dehnübungen bei schönstem Wetter
Allerdings ist das Wetter einfach zu geil, das Frühstück mit frischen Früchten zu verlockend und die Joggingstrecke zu schön, als dass man nicht doch bald aufstehen sollte. Das erste Mal joggen nach 3 Monaten der Abstinenz war echt hart, gleichzeitig aber auch total schön. Endlich wieder die traumhafte Gegend rund um den Emery Cove Yacht Harbor sehen, den Blick auf das vernebelte San Francisco auf der anderen Seite der Bay werfen und den hier und dort vorbeizischenden Squirrels nachgucken.

Weißer Reiher auf dem Weg zum Emery Cove Yacht Harbor
Und sogar ein weißer Reiher war dabei!
So kann der Urlaub, der ja nur bedingt einer ist, anfangen. Nächsten Montag geht dann das Sommerstudium an der UC Berkeley los!
Das nächste Mal meldet sich Anita mit ihren Erfahrungen mit dem komplizierten Kurssystem an der UC Berkeley. Um immer up-to-date zu bleiben könnt ihr am besten unseren RSS-Feed abonnieren.
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